Astroneer

Was lange währt, wird endlich gut…

Dieser, doch recht abgedroschene Spruch passt wie kaum ein anderer auf Astroneer von System Era Softworks. Denn wie viele andere Earley Access Titel befand sich Astroneer lange in der Entwicklung, genauer gesagt von Dezember 2016 bis Februar 2019. Dabei konnten die Entwickler auf die Wünsche der Community eingehen. Nach dem Release am 06.02.2019 haben die Entwickler noch einmal richtig Gas gegeben was das Design der Welten angeht und wenn man sich die Roadmap anschaut, wird auch noch einiges nachkommen.

Aber was ist Astroneer? Vereinfacht gesagt ist es ein Space Survival Game. Aber im Gegensatz zu vielen andern Genre-Vertretern nimmt sich Astroneer nicht allzu ernst, der Spaß steht für die Entwickler an erster Stelle und passt perfekt auf das Setting.

Zunächst findet sich der Spieler (Astronaut) auf seiner Heimatraumstation wieder. Von dieser startet man nun ein neues Spiel, welches sich frei konfigurieren lässt. Hier darf angegeben werden wie sich die einzelnen Planeten farblich zusammensetzen, wie der Raumanzug aussieht und viele andere Einstellungen. Ist nun alles eingestellt, wird der Spieler mit einer Landekapsel abgeschossen und landet auf dem Startplaneten Sylvia. Wer nun denkt, dass hier alles trist und farblos ist, wird schwer überrascht sein. Denn es ist knallbunt! Die prozedural generierten Planeten sind in Astroneer extrem farbenfroh und durch die voxelbasierte Generierung der Landschaft hat alles einen Comichaften look. Glückerweise tut das aber dem Spiel keinen Abbruch, denn es passt einfach.

Nach dem man seine Basis ausgepackt hat und das ist wörtlich gemeint, legt man auch schon los. Der Focus des Spiels liegt klar auf die Forschung und Erforschung/Erkundung der Umgebung. Der Basisbau am Anfang ist angenehm leicht gehalten und dürfte gerade Anfängern kaum vor Probleme stellen. Zudem ist alles Modular aufgebaut, so dass sich ebenfalls alles intuitiv bauen lässt.

Man darf sich das in etwa so vorstellen: In seinem Rucksack, welcher eine kleine Batterie, Sauerstofftank, Inventar und Tier 0,5 Drucker darstellt, fertigt man alles für die ersten Schritte an. In etwa einen kleinen Drucker, den kann man nun bei Bedarf frei irgendwo in der Spielwelt Platzieren. Diesen verbindet man mit den Kabeln, die im Übrigen keine Ressourcen kosten, mit einer Energieversorgung, wie beispielsweise der Startbasis. Auf diesen werden nun die gesammelten Ressourcen gesteckt und das gewünschte Tier 1 Objekt gedruckt. Diese steckt man wiederrum auf weitere Plattformen usw. So hat man in relativ kurzer Zeit eine grundlegende Basis gebaut.

Um sich in der Welt zu bewegen kann man zu Fuß von einem Ort zu einem anderen gehen, dabei sollte auf die eigene Sauerstoffversorgung geachtet werden. Hierzu kann man von seiner Basis Verbinder zu seinem gewünschten Ort aufbauen oder einen zusätzlichen Sauerstofftank auf seinen Rucksack stecken. Zudem besteht die Möglichkeit sich verschiedene Fahrzeuge zu bauen, mit denen man auch auf längere Erkundungstouren gehen kann.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin den Weltraum und andere Planeten zu erkunden. Dies ist auch zwingend notwendig, da nicht auf allen Planeten dieselben Ressourcen vorhanden sind. Dies macht jedoch das Spiel interessant, da so immer wieder neue Herausforderungen geschaffen werden.

Schön ist das es noch einen Multiplayer für bis zu vier Spieler gibt. Es lassen sich so durchaus größere Projekte schaffen und natürlich bekommt man so schneller an die benötigten Ressourcen. Allerdings setzen die Entwickler zunächst auf eine Peer-to-Peer Netzwerk, dadurch kommt es immer wieder zu schwanken bei mehr als zwei Spielern. Das spielen und gleichzeitige Hosten eines Spielstandes wird so zum Teil zu Tortour, gerade wenn einer der Teilnehmer einen etwas schlechteren Rechner oder eine schlechte Internetverbindung hat. Immerhin gelobt der Entwickler hier Verbesserung indem dieser dedizierte Server in Aussicht stellt. Dann sollte ein störungsfreier Spaziergang auf fremden Planeten nichts im Wege stehen.

Kommentar von Silberbaer

Ich verfolge das Spiel nun schon seit einer ganzen Weile und habe auch immer wieder reingeschaut. Schön war die Entwicklung das die Entwickler das Spiel nicht irgendwann aufgegeben haben. Gerade mit dem Update auf die Version 1.0 wurde das Spiel nochmal ordentlich aufgewertet. Es bleibt also zu hoffen das noch einige Inhalte kommen werden und das Spiel das wird was es werden soll.

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Über Silberbaer 9 Artikel
Geboren im Jahre 1981, Norddeutscher Eigenbrötler, leidenschaftlicher Zocker und Bastler.  Seit ich klein bin beschäftige ich mich mit Computern und Spiele, besonders haben mir es Serveranwendungen angetan, aber auch der Hardwarebereich ist für mich sehr interessant.